Papatya Dental7/24

Zahnfleisch

Periimplantitis

Periimplantärer Knochenverlust

Ein Implantat bekommt keine Karies, aber das Gewebe darum kann erkranken. Knochenverlust ist irreversibel.

Was ist das?

Periimplantitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnfleischs und des Knochens um ein Implantat. Zunächst betrifft sie nur das Weichgewebe, die periimplantäre Mukositis, und dieses Stadium ist reversibel. Sobald Knochenverlust beginnt, ist der Verlust dauerhaft.

Das Tückischste daran ist der oft stille Verlauf. Da ein Implantat keinen Nerv hat, treten Schmerzen meist erst spät auf; die ersten wahrgenommenen Anzeichen sind häufig Blutung, ein schlechter Geschmack oder eine leichte Beweglichkeit des Implantats.

Anzeichen

Sie müssen nicht alle davon gleichzeitig haben.

Warum entsteht es?

  1. 01

    Unzureichende Interdentalreinigung

    Plaque um ein Implantat führt schneller zu Knochenverlust als bei einem natürlichen Zahn; die Reinigung ist hier besonders wichtig.

  2. 02

    Frühere Zahnfleischerkrankung

    Bei Patientinnen und Patienten, die Zähne durch Parodontitis verloren haben, ist das Risiko für Periimplantitis deutlich erhöht.

  3. 03

    Rauchen

    Rauchen verringert die Durchblutung und erhöht dadurch sowohl das Erkrankungsrisiko als auch die Geschwindigkeit des Fortschreitens.

  4. 04

    Nicht passende Suprakonstruktion

    Ein nicht reinigbarer Kronenrand oder Zementreste schaffen einen dauerhaften Rückzugsort für Bakterien.

Wie schreitet es fort?

  1. Stadium 1

    Mukositis

    Entzündung nur im Weichgewebe; Blutung ist vorhanden, Knochenverlust nicht. Dieses Stadium ist reversibel.

  2. Stadium 2

    Früher Knochenverlust

    Die Tasche wird tiefer und Knochenverlust ist röntgenologisch sichtbar. Ziel ist es, das Fortschreiten zu stoppen.

  3. Stadium 3

    Fortgeschrittener Verlust

    Beweglichkeit des Implantats und deutlicher Knochenverlust; die Entfernung des Implantats kann in Betracht kommen.

Wie wird es behandelt?

Im Stadium der Mukositis sind eine professionelle Reinigung und eine Korrektur der häuslichen Mundhygiene in den meisten Fällen ausreichend. Da die Implantatoberfläche nicht zerkratzt werden darf, werden anstelle standardmäßiger Ultraschallspitzen spezielle Instrumente verwendet.

Wenn Knochenverlust begonnen hat, werden chirurgische Reinigung, Oberflächendekontamination und in geeigneten Fällen ein Transplantat eingesetzt. Ziel der Behandlung ist nicht, den Verlust rückgängig zu machen, sondern ihn zu stoppen; deshalb ist die frühe Erkennung entscheidend.

Nicht warten
  • Beweglichkeitsgefühl am Implantat
  • Eiteraustritt aus dem Bereich um das Implantat
  • Zahnfleischrückgang mit sichtbarer Implantatoberfläche
  • Schwellung oder Schmerzen

Wie beugt man vor?

  • Reinigen Sie den Bereich um das Implantat täglich mit einer Interdentalbürste oder einer Munddusche
  • Kontrollen alle sechs Monate in einer Praxis mit Implantaterfahrung durchführen lassen
  • Ein Rauchstopp senkt das Risiko direkt
  • Bei Blutungen nicht abwarten; die Mukositis ist das einzige reversible Stadium

Häufige Fragen

Kann ein Implantat Karies bekommen?
Nein, Titan bekommt keine Karies. Das Risiko liegt nicht im Implantat selbst, sondern im Zahnfleisch und im Knochen, die es halten.
Kommt verlorener Knochen zurück?
Nicht von selbst. In geeigneten Fällen kann Knochen mit einem Transplantat teilweise wiedergewonnen werden; das Hauptziel ist, den Verlust zu stoppen.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Symptome überschneiden sich zwischen Erkrankungen; eine Diagnose kann nur klinisch gestellt werden.

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