Überblick über die Implantatbehandlung
Eine Implantatbehandlung zielt darauf ab, die Funktion und das Erscheinungsbild zu unterstützen, indem fehlende Zähne durch im Kieferknochen eingesetzte künstliche Wurzeln und darauf angefertigte prothetische Zähne ersetzt werden. Sie kann bei verschiedenen Situationen in Betracht gezogen werden – vom Verlust eines einzelnen Zahns bis zum Verlust mehrerer Zähne.
Im Rahmen der Behandlung ist es wichtig, die Mund- und Kieferstrukturen, die Zahnfleischgesundheit, das Knochenvolumen und den allgemeinen Gesundheitszustand zu untersuchen. Diese Beurteilung hilft festzustellen, ob der Bereich für die Implantatinsertion geeignet ist und ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein könnten.
Auf dem Implantat können verschiedene prothetische Versorgungen wie Kronen, Brücken oder herausnehmbarer Zahnersatz geplant werden. Ziel ist es, die Kaufunktion zu unterstützen, unnötige Eingriffe an den Nachbarzähnen zu vermeiden und eine Lösung zu schaffen, die mit den vorhandenen Strukturen im Mund harmoniert.
Die Planung erfolgt individuell; die Anzahl der fehlenden Zähne, der Zustand von Knochen und Zahnfleisch, die Bisssituation, die Mundhygienegewohnheiten und die Erwartungen beeinflussen den Behandlungsansatz. Nach der Untersuchung und erforderlichen bildgebenden Verfahren werden geeignete Optionen ausführlich beurteilt.
Ziel der Behandlung
Sie ist eine Option zur Unterstützung von Kauvermögen, Sprache und ästhetischen Aspekten, die durch fehlende Zähne beeinträchtigt sein können.
Was ist ein Implantat?
Eine künstliche Wurzelstruktur, die in den Kieferknochen eingesetzt wird und die Funktion einer natürlichen Zahnwurzel übernehmen soll.
Bei welchen Zahnverlusten kommt es infrage?
Bei Verlust eines einzelnen Zahns, mehrerer Zähne oder aller Zähne kann es unter geeigneten Bedingungen geplant werden.
Prothetische Versorgungen
Auf den Implantaten können festsitzende Kronen, Brücken oder Konstruktionen zur Unterstützung des Halts von Zahnersatz angebracht werden.
Individuelle Planung
Knochenvolumen, Zahnfleischgesundheit, Bissverhältnisse und der allgemeine Gesundheitszustand beeinflussen den Behandlungsplan.
Bedeutung der Untersuchung
Klinische Beurteilung und bildgebende Verfahren helfen, die Voraussetzungen für eine Implantatbehandlung und alternative Optionen zu bestimmen.
Für wen kann eine Implantatbehandlung geeignet sein?
Ob eine Implantatbehandlung geeignet ist, wird anhand einer gemeinsamen Bewertung des Bereichs des fehlenden Zahns, des Zustands von Kieferknochen und Zahnfleisch, der langfristig umsetzbaren Mundpflege, der Bissverhältnisse, allgemeiner Gesundheitsinformationen und der Behandlungserwartungen der Person bestimmt.
Menschen mit einem fehlenden Zahn
Wenn der Bereich des fehlenden Zahns unterstützt werden soll, ohne die Nachbarzähne zu behandeln, kann nach der Untersuchung eine implantatgetragene Einzelzahnversorgung in Betracht gezogen werden.
Menschen mit mehreren fehlenden Zähnen
Wenn im selben Kieferbereich mehrere Zähne fehlen, können Implantatoptionen zur Unterstützung von festsitzendem oder herausnehmbarem Zahnersatz in die Planung aufgenommen werden.
Menschen, die den Halt ihrer Prothese verbessern möchten
Wenn eine herausnehmbare Prothese im Mund zum Verrutschen neigt und dadurch Kauen oder Sprechen beeinträchtigt werden, können bei ausreichenden Voraussetzungen Implantate zur Unterstützung des Prothesenhalts erwogen werden.
Menschen, die eine regelmäßige Mundpflege aufrechterhalten können
Für Menschen, die täglich Mundpflege betreiben und die empfohlenen Kontrolltermine einhalten können, kann eine langfristige Kontrolle des Gewebes rund um das Implantat in Betracht gezogen werden.
Knochenstruktur und anatomische Grenzen
Mithilfe bildgebender Verfahren werden das Knochenvolumen und die Knochendichte im Implantatbereich sowie die Beziehung zu anatomischen Strukturen wie Nervkanal, Kieferhöhle und benachbarten Wurzeln untersucht.
Biss- und Versorgungsplanung
Die Bissform der Kiefer, die Verteilung der Kaukräfte, der Zustand der gegenüberliegenden Zähne und die Reinigungsmöglichkeit des geplanten Zahnersatzes werden gemeinsam beurteilt.
Nicht kontrollierte Probleme im Mundraum
Bei einer aktiven Zahnfleischerkrankung, behandlungsbedürftigen Karies oder Anzeichen einer Infektion müssen diese Probleme möglicherweise vor der Implantatplanung unter Kontrolle gebracht werden.
Allgemeine Erkrankungen, die die Heilung beeinflussen können
Bei unkontrollierten systemischen Erkrankungen, bestimmten Medikamenten oder Gewohnheiten, die die Heilung beeinträchtigen können, kann der Eingriff verschoben oder ein anderer Behandlungsansatz erwogen werden.
Mögliche Risiken einer Implantatbehandlung
Die möglichen Risiken einer Implantatbehandlung können von der Beschaffenheit des Kieferknochens und des Zahnfleisches, dem allgemeinen Gesundheitszustand, der Mundhygiene, dem Implantationsbereich und geplanten zusätzlichen Eingriffen abhängen. Untersuchung und bildgebende Verfahren helfen dabei, diese Faktoren im Vorfeld zu beurteilen.
Vorübergehende Beschwerden nach dem chirurgischen Eingriff
Nach dem Einsetzen des Implantats können Schmerzen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit, leichte Blutungen oder Blutergüsse im Behandlungsbereich auftreten. Das Ausmaß dieser Beschwerden hängt vom Umfang des Eingriffs und der individuellen Heilungsreaktion ab; unerwartete oder zunehmende Beschwerden sollten abgeklärt werden.
Infektionen und Heilungsprobleme
Eine Infektion im Operationsbereich oder eine Wunde, die nicht wie erwartet heilt, kann die Implantatbehandlung beeinträchtigen. Mundhygiene, Zahnfleischgesundheit, der allgemeine Gesundheitszustand und die Einhaltung der Empfehlungen zur Nachsorge sind bei der Einschätzung dieses Risikos wichtig.
Unzureichende Einheilung des Implantats in den Knochen
In manchen Fällen verwächst das Implantat möglicherweise nicht im geplanten Ausmaß mit dem Kieferknochen oder verliert während der Heilungsphase seine Stabilität. Knochenmenge und -qualität, die Bedingungen am Implantationsbereich, Kaukräfte und individuelle Faktoren können diese Möglichkeit beeinflussen.
Beeinträchtigung benachbarter anatomischer Strukturen
Der Implantationsbereich kann in engem Verhältnis zu Nerven, den Nebenhöhlen, benachbarten Zahnwurzeln und anderen anatomischen Strukturen stehen. In seltenen Fällen können durch eine Beeinträchtigung dieser Strukturen Taubheitsgefühle, Kribbeln oder nebenhöhlenbezogene Beschwerden entstehen; deshalb ist eine sorgfältige Planung wichtig.
Entzündung im Bereich von Zahnfleisch und Knochen
Rund um das Implantat können eine mit Plaqueansammlung verbundene Zahnfleischentzündung oder Knochenverlust auftreten. Wird dies nicht frühzeitig erkannt, kann es die Unterstützung des Implantats durch das umliegende Gewebe beeinträchtigen; regelmäßige Kontrollen und eine wirksame Mundpflege spielen bei der Risikokontrolle eine Rolle.
Probleme mit dem Zahnersatz und dem Biss
Die auf dem Implantat befestigte Krone, Brücke oder Prothese kann sich lockern, brechen oder abnutzen; außerdem können beim Kauen Beschwerden auftreten. Bei der Beurteilung solcher Probleme werden Bisskräfte, Zähneknirschen und die Pflege des Zahnersatzes berücksichtigt.
Wie verläuft eine Implantatbehandlung?
Eine Implantatbehandlung umfasst eine ausführliche Untersuchung, das chirurgische Einsetzen des Implantats, die Kontrolle der Heilung und die Anfertigung eines geeigneten Zahnersatzes für das Implantat. Der Umfang der Behandlung kann je nach den Bedingungen im Mund und dem geplanten Zahnersatz variieren.
- 1
Untersuchung und Erstellung des Behandlungsplans
Der Zahnarzt plant die Implantatregion auf Grundlage der intraoralen Untersuchung und der erforderlichen bildgebenden Verfahren. Knochen, Zahnfleisch, Biss und vorhandene Zähne werden beurteilt; falls erforderlich, werden vorbereitende Maßnahmen festgelegt.
- 2
Vorbereitung der Mundgesundheit auf die Behandlung
Liegen vor der Implantatbehandlung Karies, Zahnfleischprobleme oder eine Infektion vor, wird geplant, diese zunächst unter Kontrolle zu bringen. Wenn eine Unterstützung des Knochens und der Weichgewebe erforderlich ist, können zusätzliche Maßnahmen in den Behandlungsablauf einbezogen werden.
- 3
Einsetzen des Implantats in den Kieferknochen
Der Implantatkörper wird chirurgisch in den vorgesehenen Bereich eingesetzt. Nach dem Eingriff tragen der Schutz der Region, eine sorgfältige Mundhygiene und die vom Zahnarzt empfohlenen Kontrollen dazu bei, den Heilungsverlauf zu überwachen.
- 4
Kontrolle der Heilung und Einheilung in den Knochen
Während das Implantat in den Kieferknochen einheilen soll, finden Kontrolluntersuchungen statt. Dabei werden der Heilungsverlauf, die Zahnfleischgesundheit und das Gewebe um das Implantat beurteilt; der Zeitpunkt des nächsten Schritts richtet sich nach den klinischen Befunden.
- 5
Anfertigung des prothetischen Zahnersatzes
Nach ausreichender Einheilung des Implantats wird ein Abdruck genommen und die geplante Krone, Brücke oder Prothese angefertigt. Der Zahnersatz wird so gestaltet, dass er zu den benachbarten Zähnen, dem Zahnfleischverlauf und dem Biss passt.
- 6
Nachsorge und Fortführung der Mundpflege
Nach dem Einsetzen des Zahnersatzes werden das Kauen, der Biss und die Reinigungsmöglichkeiten kontrolliert. Regelmäßige Kontrollen und die Fortführung der empfohlenen Mundpflege sind für die langfristige Gesundheit des Implantats und des umliegenden Gewebes wichtig.
Alternativen zur Implantatbehandlung
Alternativen zu Implantaten werden unter Berücksichtigung der Anzahl der fehlenden Zähne, des Zustands der Nachbarzähne, der Zahnfleisch- und Knochenverhältnisse, der Bissbeziehung sowie der Erwartungen der betroffenen Person beurteilt. Welche Vorgehensweise geeignet ist, wird nach einer klinischen Untersuchung und den erforderlichen bildgebenden Untersuchungen festgelegt.
Zahngestützte festsitzende Brücke
Bei dieser Methode werden die Zähne auf beiden Seiten des fehlenden Zahns als Pfeiler genutzt und die Lücke mit einem festsitzenden Zahnersatz geschlossen. Sie kann anstelle eines Implantats in Betracht gezogen werden, wenn eine Präparation der Nachbarzähne für eine Brücke geeignet ist.
Herausnehmbare Teilprothese
Bei dieser Option werden fehlende Zähne durch einen Zahnersatz ersetzt, der im Mund eingesetzt und herausgenommen werden kann. Sie kann bei mehreren fehlenden Zähnen infrage kommen, wenn eine festsitzende Versorgung nicht geeignet ist oder nicht bevorzugt wird.
Vollprothese
Dabei handelt es sich um einen herausnehmbaren Zahnersatz für zahnlose Kiefer, der sich auf dem Zahnfleisch und den Kiefergeweben abstützt. Ohne Implantate kann er bei vollständigem Zahnverlust zur Unterstützung von Kauen und Aussehen in Betracht gezogen werden.
Beobachtung der Zahnlücke
Insbesondere im Seitenzahnbereich kann bei bestimmten fehlenden Zähnen, die das Kauen und die Bisssituation nicht deutlich beeinträchtigen, eine Beobachtung der Lücke erwogen werden. Dabei werden die Bewegung der Nachbarzähne, das Herauswachsen des Gegenzahns und die Mundgesundheit durch regelmäßige Kontrollen beurteilt.
Digitale Bildgebung und Planung bei der Implantatbehandlung
Bei der Implantatplanung können zusätzlich zur klinischen Untersuchung intraorale Aufzeichnungen und radiologische Bildgebung eingesetzt werden. Diese Verfahren können die Beurteilung der Knochenstruktur im Bereich des fehlenden Zahns, ihrer Beziehung zu den benachbarten Zähnen und des für die geplante Prothese erforderlichen Platzes unterstützen.
Eine Panoramaröntgenaufnahme oder, falls erforderlich, eine dreidimensionale Bildgebung kann dabei helfen, das Volumen des Kieferknochens sowie die Lage anatomischer Strukturen wie des Nervkanals und der Kieferhöhle zu untersuchen. Die Art der Bildgebung wird anhand der Untersuchungsbefunde des Zahnarztes und des Umfangs des geplanten Eingriffs ausgewählt.
Ein intraoraler Scan oder herkömmliche Abformungen können für die Gestaltung einer implantatgetragenen Krone oder Prothese verwendet werden. Diese Aufzeichnungen werden zusammen mit der Okklusion, der Zahnstellung und dem Erscheinungsbild des Weichgewebes beurteilt; die endgültige Entscheidung beruht auf der klinischen Beurteilung.
Beurteilung der Panoramaröntgenaufnahme
Sie kann zu den ersten Aufzeichnungen gehören, die dabei helfen, das allgemeine Erscheinungsbild der Kiefer, die vorhandenen Zähne, die Wurzelstrukturen und die Bereiche fehlender Zähne gemeinsam zu untersuchen.
Dreidimensionale Kieferbildgebung
Sie unterstützt bei Bedarf die Beurteilung der Knochenbreite und -höhe sowie der Lage wichtiger anatomischer Strukturen in verschiedenen Schnittebenen und liefert Informationen für die chirurgische Planung.
Intraoraler Scan oder Abformung
Sie kann dabei helfen, die Beziehung des geplanten implantatgetragenen Zahnersatzes zu den Zähnen, den verfügbaren Platz und die für die Prothesengestaltung relevanten Maße zu erfassen.
Analyse eines digitalen oder physischen Modells
Sie unterstützt die Beurteilung der Prothesengestaltung, indem die Zahnstellung, die Okklusionsbeziehung und die Position des geplanten Zahns bearbeitet werden können.
Aufzeichnungen zur chirurgischen Planung
Die gemeinsame Auswertung von Untersuchungs-, Bildgebungs- und Abformdaten hilft bei der Planung der Position und Angulation des Implantats sowie des für den Zahnersatz vorgesehenen Platzes.
Heilungsverlauf nach einer Implantatbehandlung
Die Heilung nach dem Einsetzen eines Implantats kann je nach Umfang des Eingriffs, Zustand von Knochen und Zahnfleisch, allgemeinem Gesundheitszustand und Mundpflege von Person zu Person unterschiedlich verlaufen. Ihre individuellen Empfehlungen des Zahnarztes, der Ernährungsplan und die Kontrolltermine haben stets Vorrang.
- 1
Schutz des Behandlungsbereichs in den ersten Tagen
Nach dem Eingriff können im Behandlungsbereich Empfindlichkeit, leichte Schwellungen, Blutergüsse oder eine leichte Sickerblutung auftreten. Den Bereich nicht zu belasten, harte Speisen zu vermeiden und die empfohlene Mundpflege einzuhalten, unterstützt die Heilung.
- 2
Heilung der Weichgewebe
Nach der ersten Phase beruhigt sich das Zahnfleischgewebe allmählich. Es ist wichtig, den Behandlungsbereich beim Kauen nicht zu belasten, die Mundhygiene vorsichtig fortzuführen und die Anweisungen zur Verwendung eines vorübergehenden Zahnersatzes zu befolgen.
- 3
Einheilung des Implantats in den Knochen
Die Einheilung des Implantats in den Kieferknochen verläuft je nach Person und behandeltem Bereich unterschiedlich. Auch wenn in dieser Zeit keine deutlichen Beschwerden bestehen, sollte der Implantatbereich vor übermäßiger Belastung geschützt und die geplanten klinischen Kontrollen sollten eingehalten werden.
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Suprakonstruktion und langfristige Nachsorge
Wenn der Zahnarzt es für angemessen hält, kann die geplante Krone, Brücke oder Prothese auf dem Implantat eingesetzt werden. Regelmäßige Mundpflege und professionelle Kontrollen helfen anschließend dabei, die Gesundheit des Zahnfleischs und des Gewebes rund um das Implantat zu überwachen.
Achten Sie sorgfältig auf Ihre Mundhygiene
Reinigen Sie den Behandlungsbereich so, wie Ihr Zahnarzt es erklärt hat, und vernachlässigen Sie das Zähneputzen sowie die Reinigung der Zahnzwischenräume an den übrigen Zähnen nicht. Plaque, die sich um das Implantat ansammelt, kann die Gesundheit des Zahnfleischs beeinträchtigen.
Schützen Sie den Bereich vor übermäßiger Belastung
Vermeiden Sie besonders in der frühen Phase, beim Kauen harter, klebriger oder krustiger Speisen starken Druck auf den Behandlungsbereich auszuüben. Passen Sie Ihre Ernährung entsprechend den Anweisungen Ihres Zahnarztes schrittweise an.
Bei zunehmenden Schmerzen oder anhaltender Blutung
Wenden Sie sich an Ihre Klinik, wenn Sie unerwartet zunehmende Schmerzen, nicht nachlassende oder erneut einsetzende Blutungen, eine zunehmend stärker werdende Schwellung oder einen unangenehmen Geruch oder Geschmack feststellen.
Bei einem Bewegungsgefühl im Implantatbereich
Wenden Sie sich zur Abklärung an die Klinik, wenn Sie eine Bewegung am Implantat, am Provisorium oder am Zahnersatz, neue Beschwerden beim Zubeißen oder eine Erschwernis beim Kauen feststellen.
Faktoren, die die Kosten einer Implantatbehandlung beeinflussen
Die Kosten einer Implantatbehandlung können je nach Anzahl der fehlenden Zähne, Zustand des Kieferknochens und Zahnfleisches sowie der geplanten prothetischen Versorgung variieren. Die genaue Gebühr steht erst nach einer klinischen Untersuchung, den erforderlichen bildgebenden Untersuchungen und einer individuellen Behandlungsplanung fest.
Implantationsbereich und Anzahl der fehlenden Zähne
Die Planung eines Implantats zum Ersatz eines einzelnen Zahns ist nicht mit der Versorgung mehrerer fehlender Zähne gleichzusetzen. Die Anzahl der einzusetzenden Implantate und die anatomischen Bedingungen in den jeweiligen Bereichen beeinflussen den Umfang der Behandlungsplanung und -durchführung.
Knochenangebot und Eignung des Implantatbereichs
Höhe, Breite und Dichte des Kieferknochens sind für die Beurteilung des Implantatbereichs wichtig. Bei unzureichender Knochenunterstützung können zusätzliche knochenaufbauende Maßnahmen erforderlich sein, um die Eignung herzustellen; dies kann die Kosten verändern.
Zahnfleischgesundheit und zusätzliche Vorbereitungen im Mund
Bei Zahnfleischerkrankungen, einer aktiven Infektion, zu entfernenden Zähnen oder anderen Problemen im Mund, die den Implantatbereich betreffen, müssen diese möglicherweise vor der Implantation behandelt werden. Der Umfang dieser Vorbereitungen kann die Gesamtkosten der Behandlung beeinflussen.
Art des geplanten prothetischen Aufbaus
Auf dem Implantat kann eine Einzelkrone, eine Brücke oder eine Konstruktion zur Verankerung einer herausnehmbaren Prothese geplant werden. Die Anzahl der Zähne, das Design, die eingesetzten Laborverfahren und die Passung im Mund sind wichtige Kostenbestandteile.
Erfordernisse für Bildgebung, Planung und klinische Nachsorge
Zur sicheren Beurteilung des Implantatbereichs können eine klinische Untersuchung und erforderliche bildgebende Untersuchungen durchgeführt werden. Je nach Komplexität des Falls kann der Umfang der digitalen Planung, der Abformung und der Kontrollen während der Einheilung variieren.
Bissverhältnisse und ästhetische Anforderungen
Kaukräfte, die Position der gegenüberliegenden Zähne sowie die Übereinstimmung von Farbe und Form, insbesondere im sichtbaren Bereich, beeinflussen die Gestaltung des Aufbaus. Der für eine Harmonie mit den natürlichen Zähnen erforderliche individuelle Aufwand kann sich auf die Kosten auswirken.
Vorläufige Preisschätzung
900 € – 4.500 €
Diese vorläufige Schätzung ist kein verbindliches Preisangebot der Klinik; die tatsächlichen Kosten werden nach der Untersuchung und einer individuellen Behandlungsplanung festgelegt.
Vorher / Nachher

Häufig gestellte Fragen zur Implantatbehandlung
Was ist das grundlegende Ziel einer Implantatbehandlung?
Ziel der Implantatbehandlung ist es, für fehlende Zähne eine Lösung zu schaffen, die die Kaufunktion und das Erscheinungsbild unterstützt. Die auf künstlichen, im Kieferknochen eingesetzten Wurzeln geplanten Zahnersatzlösungen werden im Hinblick auf ihre harmonische Anpassung an die vorhandenen Strukturen im Mund beurteilt.
Ist eine Implantatbehandlung für alle geeignet?
Eine Implantatbehandlung ist möglicherweise nicht für alle Menschen in gleicher Weise geeignet. Der Zustand des Kieferknochens, die Gesundheit des Zahnfleisches, der allgemeine Gesundheitszustand, die Bisssituation und die Mundhygienegewohnheiten werden zusammen mit der Untersuchung und bildgebenden Verfahren beurteilt, um einen individuell geeigneten Ansatz festzulegen.
Kann bei einem fehlenden Einzelzahn ein Implantat eingesetzt werden?
Bei einem fehlenden Einzelzahn ist eine Implantatbehandlung eine der möglichen Optionen. Wenn geeignete Voraussetzungen vorliegen, werden bei der Planung im Bereich des fehlenden Zahns auch der Zustand der Nachbarzähne, das Knochenvolumen und die Gesundheit des Zahnfleisches berücksichtigt.
Welche Zahnversorgungen können auf einem Implantat eingesetzt werden?
Auf Implantaten können Kronen, Brücken oder Konstruktionen zur Unterstützung des Halts eines herausnehmbaren Zahnersatzes geplant werden. Die Wahl der Versorgung richtet sich nach der Anzahl der fehlenden Zähne, den übrigen Zähnen im Mund, der Bisssituation und den individuellen Bedürfnissen.
Warum werden vor einer Implantatbehandlung bildgebende Untersuchungen durchgeführt?
Bildgebende Untersuchungen helfen dabei, die Knochenstruktur und das umgebende Gewebe in dem Bereich zu beurteilen, in dem das Implantat eingesetzt werden soll. Dadurch können die Voraussetzungen für das Einsetzen, ein möglicher Bedarf an zusätzlichen Maßnahmen und alternative Behandlungsmöglichkeiten fundierter geplant werden.
Ist Mundpflege nach einer Implantatbehandlung wichtig?
Die Mundpflege ist nach einer Implantatbehandlung wichtig, da sie zum Erhalt der Gesundheit des Zahnfleisches und der umliegenden Gewebe beiträgt. Die vom Zahnarzt empfohlenen Kontrollen fortzuführen und regelmäßige Mundhygienegewohnheiten beizubehalten, wird im Hinblick auf die langfristige Nachsorge berücksichtigt.
Kann kein Implantat eingesetzt werden, wenn die Knochenmenge nicht ausreicht?
Eine scheinbar unzureichende Knochenmenge bedeutet nicht zwangsläufig, dass kein Implantat eingesetzt werden kann. Der Zustand des Bereichs wird durch eine klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren beurteilt; falls erforderlich, bewertet der Zahnarzt den Bedarf an zusätzlichen Maßnahmen oder andere Behandlungsmöglichkeiten.
Medizinische Quellen
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Ahmet Metin Bal
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Nilufar Tulanova Şener
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Eren Koluaçık
Kosmetische Zahnmedizin
Arztprofil ansehenLetzte medizinische Prüfung: 17. August 2026

