Was bedeutet das?
Damit Schlaf erholsam ist, muss er ohne Unterbrechung tiefer werden. Kurze Weckreaktionen, die sich die ganze Nacht wiederholen, verhindern dieses Tieferwerden. Auch wenn Sie acht Stunden im Bett verbringen, sind Sie am Morgen nicht erholt, wenn der Schlaf immer wieder an die Oberfläche kommt. Die Schläfrigkeit am Tag ist meistens nicht die Folge der Schlafdauer, sondern dieser Zerstückelung.
Es ist wichtig, Schläfrigkeit von Müdigkeit zu unterscheiden. Bei Müdigkeit ist Ihr Körper schwer, aber wenn Sie sich hinlegen, schlafen Sie vielleicht gar nicht ein. Bei Schläfrigkeit fallen Ihnen dagegen sogar in unpassenden Situationen die Augen zu: in einer Besprechung, vor dem Fernseher, beim Warten an einer roten Ampel. Am Steuer einzunicken ist die gefährlichste Form dieses Zeichens und muss schon für sich allein abgeklärt werden.
Die Atmung ist nicht der einzige Grund dafür, dass Schlaf zerstückelt wird. Zu wenig Schlafzeit, Schichtarbeit, Depression, Schilddrüsenprobleme, Blutarmut und manche Medikamente können dasselbe Bild erzeugen. Tagesschläfrigkeit bedeutet deshalb für sich allein noch keine Atmungsstörung im Schlaf; ihre Bedeutung wird stärker, wenn sie zusammen mit Schnarchen, beobachteten Atemaussetzern und einem trockenen Mund am Morgen auftritt.
Schläfrigkeit, die tagsüber nicht vergeht, erklärt sich daraus, wie die Nacht verlaufen ist. Die folgenden Themen fassen die Ursachen zusammen, die den Schlaf zerstückeln und sich mit der Zahnmedizin überschneiden.
Mögliche Ursachen
Was hilft zu Hause?
- Führen Sie eine Woche lang ein Schlaftagebuch: Zubettgeh- und Aufstehzeiten, nächtliches Aufwachen, Nickerchen am Tag. Das ist die Unterlage, die bei der ärztlichen Beurteilung am meisten hilft.
- Fahren Sie nicht Auto, solange Sie sich schläfrig fühlen, und bedienen Sie keine Maschinen, die Aufmerksamkeit verlangen.
- Begrenzen Sie Koffein am Nachmittag; die Schläfrigkeit mit mehr Kaffee zu unterdrücken, kann die nächtlichen Unterbrechungen verstärken.
- Nehmen Sie keine Schlafmittel und keine wachhaltenden Präparate auf eigene Faust; beides verdeckt die Ursache und erschwert die Beurteilung.
- Wenn Sie am Steuer oder bei der Arbeit eingeschlafen sind.
- Wenn Sie sogar beim Sprechen oder beim Essen einschlafen.
- Wenn zur Schläfrigkeit nächtliche Atemaussetzer oder ein Aufwachen mit fehlender Luft hinzukommen.
- Wenn morgendliche Kopfschmerzen und Konzentrationsverlust zusammen mit der Schläfrigkeit deutlicher geworden sind.
- Wenn Ihre Muskeln beim Lachen oder bei Aufregung plötzlich nachgeben, Sie sich beim Aufwachen nicht bewegen können oder beim Einschlafen lebhafte Bilder sehen.
Häufige Fragen
- Kommt Tagesschläfrigkeit immer von einer Schlafapnoe?
- Nein. Auch zu wenig Schlafzeit, unregelmäßige Arbeitszeiten, Depression, Schilddrüsenprobleme und Blutarmut machen tagsüber schläfrig. Die Möglichkeit einer Atmungsstörung im Schlaf rückt dann in den Vordergrund, wenn Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer und ein trockener Mund am Morgen zum Bild gehören.
- Warum fragt mich die Zahnärztin oder der Zahnarzt, ob ich tagsüber schläfrig bin?
- Im Mund lassen sich Befunde erkennen, die an eine Atmungsstörung im Schlaf denken lassen: abgenutzte Zahnflächen, Zahneindrücke am Zungenrand, ein schmaler Gaumen, große Mandeln. Kommt zu diesen Befunden Tagesschläfrigkeit hinzu, werden Sie zu einer schlafmedizinischen Abklärung weitergeleitet. Ziel ist nicht, eine Diagnose zu stellen, sondern auf die richtige Fachrichtung hinzuweisen.
- Ist alles in Ordnung, wenn es sich am Wochenende mit langem Schlaf bessert?
- Sich mit langem Schlaf teilweise zu erholen, kann auf ein angesammeltes Schlafdefizit hinweisen. Bei Unterbrechungen, die von der Atmung kommen, vergeht die Schläfrigkeit allerdings auch nach langem Schlaf nicht vollständig und kehrt unter der Woche zurück. Dass es Ihnen am Wochenende besser geht, macht eine Abklärung nicht überflüssig; man muss darauf schauen, unter welchen Bedingungen sich das Zeichen wiederholt.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Symptome überschneiden sich zwischen Erkrankungen; eine Diagnose kann nur klinisch gestellt werden.
