Was bedeutet das?
Die normale Mundöffnung entspricht ungefähr einer Breite von drei Fingern. Eine deutliche Unterschreitung entsteht hauptsächlich auf zwei Wegen: durch eine entzündungsbedingte Kontraktion der Kaumuskulatur (Trismus) oder dadurch, dass der Diskus im Kiefergelenk die Bewegung blockiert.
Entscheidend für die Unterscheidung sind die Begleitzeichen. Fieber, Schwellung und Schluckbeschwerden sprechen für eine Infektion, und das ist ein Notfall. Eine Einschränkung, die schmerzfrei oder nur leicht schmerzhaft ist und mit einem Klickgeräusch einhergeht, ist gelenkbedingt.
Eine infektionsbedingte Einschränkung muss innerhalb von Stunden abgeklärt werden; eine gelenkbedingte Einschränkung spricht im Frühstadium ebenfalls deutlich besser an.
Mögliche Ursachen
Was hilft zu Hause?
- Versuchen Sie nicht, den Mund gewaltsam zu öffnen
- Nehmen Sie für eine Weile weiche Kost zu sich
- Bei gelenkbedingter Ursache entspannt eine warme Kompresse die Muskulatur
- Fieber, Schwellung oder Schluckbeschwerden als Begleitzeichen
- Atemnot: Vorstellung in der nächstgelegenen Notaufnahme
- Die Mundöffnung sinkt unter zwei Fingerbreiten
- Der Kiefer bleibt in geöffneter Stellung blockiert und lässt sich nicht schließen
Häufige Fragen
- Mein Mund lässt sich nach einer Weisheitszahnentfernung nicht öffnen; ist das normal?
- In den ersten Tagen ist eine gewisse Einschränkung zu erwarten, die sich allmählich bessert. Eine zunehmende Einschränkung, Fieber oder Schwellung sollten abgeklärt werden.
- Löst sich eine Kieferklemme von selbst?
- Manchmal löst sie sich, neigt aber zum Wiederauftreten. Bei wiederholter Kieferklemme verbessert eine frühe Abklärung das Ergebnis deutlich.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Symptome überschneiden sich zwischen Erkrankungen; eine Diagnose kann nur klinisch gestellt werden.
