Was ist das?
Weisheitszähne brechen meist zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr durch, und im Kiefer ist der für sie vorgesehene Platz häufig unzureichend. Findet der Zahn nicht genügend Raum, kippt er, bricht nur teilweise durch oder bleibt vollständig im Knochen retiniert.
Das eigentliche Problem entsteht bei teilweise durchgebrochenen Zähnen: Unter der bedeckenden Zahnfleischkapuze kann nicht gereinigt werden, wodurch wiederkehrende Infektionen (Perikoronitis) begünstigt werden. Ein gekippter Zahn kann außerdem auf den davorliegenden Molaren drücken und dort Karies sowie Knochenverlust verursachen.
Anzeichen
Sie müssen nicht alle davon gleichzeitig haben.
Warum entsteht es?
- 01
Kiefergröße
Die moderne Kieferform lässt bei den meisten Menschen nicht genügend Platz für dritte Molaren.
- 02
Winkel des Zahns
Eine nach vorn, hinten oder zur Seite geneigte Durchbruchsrichtung verhindert, dass der Zahn seine normale Position erreicht.
- 03
Dicke Knochen- oder Zahnfleischbedeckung
Auch bei korrekter Ausrichtung kann das darüberliegende Gewebe den Durchbruch verhindern.
Wie wird es behandelt?
Nicht jeder retinierte Zahn wird entfernt. Ein Zahn, der vollständig im Knochen liegt, keinen Druck auf den Nachbarzahn ausübt und keine Probleme verursacht, kann mit regelmäßigen Röntgenkontrollen beobachtet werden. Die Entscheidung wird anhand einer Panoramaröntgenaufnahme oder einer 3D-Tomografie getroffen.
Bei wiederkehrender Infektion, Karies am Nachbarzahn, Zystenbildung oder kieferorthopädischer Notwendigkeit wird eine chirurgische Entfernung durchgeführt. Der Eingriff erfolgt unter Lokalanästhesie; Schwellung und eingeschränkte Mundöffnung in den folgenden 2 bis 3 Tagen sind ein erwartbarer Verlauf.
- Deutliche Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes
- Schwellung, die sich zum Hals ausbreitet oder das Schlucken beeinträchtigt
Wie beugt man vor?
- Die Lage sollte Anfang der Zwanziger mit einer Panoramaröntgenaufnahme beurteilt werden
- Der Bereich um einen teilweise durchgebrochenen Zahn sollte sorgfältig mit einer Interdentalbürste gereinigt werden
- Wiederkehrende Zahnfleischschwellungen in diesem Bereich sollten nicht als vorübergehendes Problem angesehen werden
Häufige Fragen
- Muss ein schmerzloser retinierter Zahn entfernt werden?
- Nicht unbedingt. Wenn die Bildgebung keinen Druck auf den Nachbarzahn, keine Karies und keine Zyste zeigt, kann der Zahn kontrolliert werden. Die Entscheidung beruht auf der Bildgebung, nicht auf dem Alter.
- Richtet die Entfernung von Weisheitszähnen die übrigen Zähne aus?
- Nein. Die Annahme, dass Weisheitszähne Engstände der Frontzähne verursachen, wird durch aktuelle Evidenz nicht gestützt.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Symptome überschneiden sich zwischen Erkrankungen; eine Diagnose kann nur klinisch gestellt werden.
