Papatya Dental7/24

Zahnfleischerkrankungen

Zahnfleischkürettage

Tiefenreinigung der Zahnfleischtasche

Eine Kürettage ist die Reinigung von Taschen, die sich zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel gebildet haben. Zahnstein und entzündetes Gewebe, die sich in diesem für die Zahnbürste unerreichbaren Bereich angesammelt haben, werden entfernt. Während die Zahnsteinentfernung den Bereich oberhalb des Zahnfleischrands umfasst, wird bei der Kürettage der Bereich unterhalb des Zahnfleischs behandelt.

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Was ist eine Kürettage und worin unterscheidet sie sich von einer Zahnsteinentfernung?

In einem gesunden Mund liegt das Zahnfleisch fest am Zahn an, dazwischen befindet sich nur eine wenige Millimeter tiefe Furche. Wenn die Entzündung über längere Zeit anhält, wird diese Furche tiefer und bildet eine Tasche. Je tiefer die Tasche wird, desto weniger erreichen Zahnbürste und Zahnseide diesen Bereich; Bakterien sammeln sich dort weiterhin an.

Bei der Zahnsteinentfernung werden Ablagerungen auf dem sichtbaren Teil des Zahns oberhalb des Zahnfleischs entfernt. Bei der Kürettage wird dagegen in die Tasche und bis zur Wurzeloberfläche vorgedrungen. Die Wurzeloberfläche wird geglättet und entzündetes Gewebe entfernt, sodass eine geeignete Oberfläche für das erneute Anlegen des Zahnfleischs am Zahn zurückbleibt.

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung. Der Mund wird meist in Bereiche eingeteilt und die Behandlung in einer oder zwei Sitzungen abgeschlossen.

In welchen Fällen wird sie in Betracht gezogen?

Die Taschentiefe wird bei der Untersuchung gemessen; eine Röntgenaufnahme zeigt den Knochenstand. Beide Befunde werden gemeinsam beurteilt.

  • Zahnfleisch, das beim Zähneputzen regelmäßig blutet
  • Eine bei der Untersuchung gemessene überdurchschnittliche Taschentiefe
  • Zahnfleischrückgang und dadurch länger erscheinende Zähne
  • Anhaltender schlechter Geruch oder Geschmack im Mund
  • Eine auf dem Röntgenbild erkennbare Abnahme des Knochens um den Zahn

Nach dem Eingriff und die weitere Pflege

In den ersten Tagen ist eine Empfindlichkeit gegenüber Wärme und Kälte zu erwarten. Da die Wurzeloberfläche gereinigt wurde, ist dies normal und klingt meist allmählich ab. Auch ein etwas zurückgegangen erscheinendes Zahnfleisch ist normal: Wenn das durch die Entzündung geschwollene Gewebe abschwillt, wird sein tatsächlicher Stand sichtbar.

Eine Kürettage allein führt nicht zu einem dauerhaften Ergebnis. Ob sich die Tasche nicht erneut vertieft, hängt von der häuslichen Pflege ab; die Verwendung von Interdentalbürsten oder Zahnseide ist dabei entscheidend.

Zur Beurteilung des Ergebnisses wird meist nach einigen Wochen eine Kontrolle geplant. Wenn sich die Taschen nicht schließen, kann ein chirurgisches Vorgehen in Betracht gezogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Kürettage schmerzhaft?

Da der Eingriff unter örtlicher Betäubung erfolgt, ist währenddessen kein Schmerz zu erwarten. Eine einige Tage anhaltende Empfindlichkeit danach ist normal und lässt sich meist mit einfachen Schmerzmitteln lindern. Wenn die Empfindlichkeit zunimmt oder länger als eine Woche anhält, sollte der Bereich kontrolliert werden.

In wie vielen Sitzungen ist die Behandlung abgeschlossen?

Das hängt von der Anzahl und Tiefe der Taschen ab. Ein begrenzter Bereich kann in einer Sitzung behandelt werden; wenn der gesamte Mund betroffen ist, wird die Behandlung meist auf zwei Sitzungen verteilt. Die Aufteilung begrenzt sowohl den betäubten Bereich als auch die Belastung und erleichtert die Heilung.

Wird mein Zahnfleisch nach der Kürettage wieder wie früher?

Wenn die Entzündung zurückgeht, verbessern sich Farbe und Festigkeit des Zahnfleischs. Verlorener Knochen und zurückgegangenes Zahnfleisch wachsen jedoch nicht von selbst nach; Ziel der Kürettage ist es, das Fortschreiten des Verlusts aufzuhalten. Wenn eine Wiederherstellung erforderlich ist, wird eine separate Behandlung beurteilt.