Papatya Dental7/24

Zahnfleischerkrankungen

Gingivektomie

Entfernung überschüssigen Zahnfleischgewebes

Eine Gingivektomie ist die Entfernung eines überschüssigen oder verformten Zahnfleischbereichs. Zahnfleisch, das den Zahn zu weit bedeckt, beeinträchtigt nicht nur das Aussehen, sondern bildet auch schwer zu reinigende Taschen, in denen sich Entzündungen festsetzen können. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und wird meist in einer Sitzung abgeschlossen.

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Was ist eine Gingivektomie?

Gesundes Zahnfleisch umschließt den Zahnhals mit einem schmalen Rand. In manchen Fällen verdickt sich dieses Gewebe, wächst oder reicht zusätzlich über den Zahn. Das entstehende Bild betrifft nicht nur das Aussehen: Zwischen Zahn und Zahnfleisch bildet sich ein Bereich, den die Zahnbürste nicht erreicht und in dem sich bakterielle Plaque ansammelt.

Bei einer Gingivektomie wird dieses überschüssige Gewebe entfernt und der Zahnfleischrand annähernd an die natürliche Form des Zahns angepasst. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und kann je nach Größe des Bereichs 20–45 Minuten dauern.

Eine Gingivektomie behandelt nicht die Zahnfleischerkrankung selbst, sondern beseitigt den Bereich, in dem sie sich entwickelt. Deshalb wird sie häufig nach einer Zahnsteinentfernung oder einer Kürettage geplant.

In welchen Fällen wird sie in Betracht gezogen?

Ob der Eingriff geeignet ist, wird durch eine Untersuchung im Mund und gegebenenfalls durch Röntgenaufnahmen festgestellt. Häufige Situationen sind:

  • Medikamentenbedingte Zahnfleischvergrößerung (bestimmte Blutdruck-, Epilepsie- und Immunsuppressiva können diesen Effekt haben)
  • Verdickung des Gewebes infolge einer lang anhaltenden Zahnfleischentzündung
  • Eine Zahnfleischlinie, bei der das Zahnfleisch die Zähne zu stark bedeckt und sie dadurch kurz erscheinen lässt
  • Zahnfleisch, das im Bereich einer geplanten Füllung oder Krone das Arbeitsfeld bedeckt
  • Zahnfleischgewebe, das während einer kieferorthopädischen Behandlung wächst und die Reinigung erschwert

Der Eingriff und die Zeit danach

Nachdem der Bereich betäubt wurde, wird das überschüssige Gewebe entfernt. Die Blutung ist meist begrenzt und wird am Ende des Eingriffs kontrolliert. Nähte sind nicht immer erforderlich; dies hängt vom Umfang des entfernten Gewebes ab.

In den ersten Tagen ist eine Empfindlichkeit im behandelten Bereich zu erwarten, die von selbst nachlässt. Wenn Sie eine Zeit lang auf heiße, harte und scharfe Speisen verzichten, kann dies die Heilung erleichtern. Das Zähneputzen wird nicht unterbrochen; Ihr Zahnarzt erklärt Ihnen, wie Sie sich dem Bereich nähern sollen.

Das Zahnfleischgewebe braucht einige Wochen, um sich zu stabilisieren. Während dieser Zeit kann sich die Zahnfleischlinie etwas verändern. Wenn eine ästhetische Krone geplant ist, wird der Abdruck in der Regel erst nach abgeschlossener Heilung genommen.

Häufig gestellte Fragen

Sind eine Zahnfleischkorrektur und eine Gingivektomie dasselbe?

Bei beiden wird überschüssiges Zahnfleischgewebe entfernt, aber die Ziele sind unterschiedlich. Eine Zahnfleischkorrektur ist meist eine ästhetische Anpassung, um das Erscheinungsbild des Lächelns auszugleichen. Eine Gingivektomie wird dagegen überwiegend durchgeführt, um nicht reinigbare Taschen und den Bereich, in dem sich die Entzündung entwickelt, zu beseitigen. Beide Eingriffe können in derselben Sitzung geplant werden.

Kann das entfernte Zahnfleisch wieder nachwachsen?

Wenn die Ursache der Vergrößerung bestehen bleibt, kann sie erneut auftreten. Bei medikamentenbedingten Vergrößerungen kann sich das Gewebe erneut verdicken, solange das Medikament weiter eingenommen wird. In diesem Fall sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt den Arzt konsultieren, der das Medikament verschrieben hat. Bei durch unzureichende Pflege bedingten Vergrößerungen verringert eine regelmäßige professionelle Reinigung das Wiederauftreten deutlich.

Wann kann ich nach dem Eingriff wieder meinem normalen Alltag nachgehen?

Die meisten Menschen können noch am selben Tag zu ihren täglichen Aktivitäten zurückkehren. Sie sollten nichts essen, solange die Betäubung anhält, und am ersten Tag heiße Getränke vermeiden. Anstrengende körperliche Aktivitäten können in den ersten 24 Stunden die Blutung verstärken und sollten an diesem Tag verschoben werden.