Papatya Dental7/24

Prothetische Zahnbehandlungen

E.max-Krone (Krone aus Lithiumdisilikat-Glaskeramik)

Eine metallfreie Krone, die Licht wie ein natürlicher Zahn durchlässt und durch das Verkleben mit dem Zahn an Festigkeit gewinnt

Eine Lithiumdisilikat-Krone, verbreitet bekannt unter dem Handelsnamen E.max, ist eine metallfreie Krone aus Glaskeramik. Da sie Licht ähnlich wie natürlicher Zahnschmelz durchlässt, wirkt sie besonders an Zähnen, die beim Lächeln sichtbar sind, natürlich. Sie kann an Frontzähnen, kleinen Backenzähnen und manchen großen Backenzähnen eingesetzt werden. Ihre Festigkeit nimmt zu, wenn sie mit einer speziellen Technik adhäsiv am Zahn befestigt wird. Für welchen Zahn sie geeignet ist, wird bei der Untersuchung entschieden: Farbe des Zahns, verbliebene Zahnsubstanz und Kaukräfte werden gemeinsam beurteilt.

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Mit unserem Expertenteam sprechen
Zahnfarbene Krone aus Lithiumdisilikat-Glaskeramik

Was ist eine Lithiumdisilikat-Krone?

Lithiumdisilikat ist eine Glaskeramik mit feinen Kristallen. Diese Kristalle machen das Material deutlich fester als klassische Verblendkeramik, während die glasartige Struktur Licht durch die Krone hindurchlässt. So wirkt die Krone leicht durchscheinend, wie ein natürlicher Zahn.

Die Krone wird anhand eines digitalen Scans oder einer Abformung am Computer konstruiert und dann aus einem Block gefräst oder im Labor gepresst. Die Farbe wird an die Nachbarzähne angepasst, bei Bedarf werden feine Farbeffekte auf die Oberfläche aufgebracht.

Systematische Übersichtsarbeiten zu Einzelkronen zeigen, dass Lithiumdisilikat-Kronen mittelfristig in einem hohen Anteil der Fälle ohne Probleme in Funktion bleiben. Brüche oder Risse treten vor allem an großen Backenzähnen und bei Menschen auf, die pressen oder knirschen.

Entscheidend für den Erfolg dieser Krone ist die Befestigungstechnik. Die Innenseite der Krone wird speziell vorbehandelt und mit einem Kunststoffzement am Zahn verklebt. So arbeiten Krone und Zahn als eine Einheit zusammen.

Material

Lithiumdisilikat-Glaskeramik. Verbreitet ist der Handelsname E.max.

Aussehen

Die Lichtdurchlässigkeit ähnelt natürlichem Zahnschmelz, es gibt kein Metall und damit keinen grauen Rand am Zahnfleisch.

Einsatzbereich

Frontzähne, kleine Backenzähne und in geeigneten Fällen große Backenzähne.

Befestigung

Die Innenseite wird mit Säure angeätzt, silanisiert und mit Kunststoffzement adhäsiv am Zahn befestigt.

Grenzen

Sehr dunkle Zähne werden eventuell nicht vollständig abgedeckt, für lange Brücken im Seitenzahnbereich ist sie nicht geeignet.

Für wen kann eine Lithiumdisilikat-Krone geeignet sein?

Eine Lithiumdisilikat-Krone kommt häufig für Zähne in Frage, bei denen das Aussehen wichtig ist und die Kaukräfte moderat bleiben. Die Entscheidung wird für jeden Zahn einzeln getroffen.

Zähne, die beim Lächeln sichtbar sind

An Frontzähnen und kleinen Backenzähnen lässt sich dank der natürlichen Lichtdurchlässigkeit leichter ein Ergebnis erzielen, das zu den Nachbarzähnen passt.

Zähne mit weitgehend erhaltener Farbe

Ist der Zahn darunter nicht stark verfärbt, ist die durchscheinende Struktur ein Vorteil: Die natürliche Zahnfarbe trägt zum Aussehen der Krone bei.

Versorgungen, die nur einen Teil des Zahns bedecken

Das gleiche Material wird auch für Teilkronen, Inlays und Veneers verwendet, bei denen weniger Zahnsubstanz abgetragen wird.

Farbe des Zahns

Bei einem Zahn, der nach einer Wurzelbehandlung nachgedunkelt ist oder einen Metallstift hat, kann die Farbe durch die Krone durchscheinen. Dann kann ein stärker deckendes Material empfohlen werden.

Biss und Knirschen

Nächtliches Pressen oder Knirschen erhöht das Bruchrisiko. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt prüft den Biss und empfiehlt gegebenenfalls eine Aufbissschiene oder ein festeres Material.

Bedingungen für das Verkleben

Die adhäsive Befestigung setzt voraus, dass der Zahn gut vor Speichel geschützt werden kann. Bei Zähnen, deren Rand tief unter dem Zahnfleisch liegt, kann das schwieriger sein.

Brücken über mehrere fehlende Seitenzähne

Glaskeramik ist nicht fest genug, um mehrere fehlende Seitenzähne zu überbrücken. Dann kommen Zirkon oder metallgestützte Lösungen in Frage.

Unbehandelte Karies oder Zahnfleischerkrankung

Karies, eine Zahnfleischentzündung oder eine Entzündung an der Wurzelspitze sollten vor der Krone behandelt werden.

Mögliche Risiken und Grenzen einer Lithiumdisilikat-Krone

Die Risiken hängen vor allem von der Position des Zahns, den Kaukräften und der Qualität der Befestigung ab.

Bruch oder Risse

An großen Backenzähnen und bei Menschen, die pressen oder knirschen, kann die Keramik reißen oder brechen.

Durchscheinende Zahnfarbe

Die Farbe eines sehr dunklen Zahns oder eines Zahns mit Metallstift kann durch die Krone sichtbar sein.

Vorübergehende Empfindlichkeit

Nach der Präparation und dem Verkleben kann der Zahn kurzzeitig empfindlich sein.

Geschwächter Verbund

Lässt sich der Zahn beim Verkleben nicht ausreichend trocken halten, kann der Verbund schwächer werden; mögliche Folgen sind Verfärbungen am Rand oder eine lockere Krone.

Dauerhafter Substanzverlust

Der Zahn wird für die Krone beschliffen, das lässt sich nicht rückgängig machen; ein überkronter Zahn braucht auch später immer eine Versorgung.

Wie wird eine Lithiumdisilikat-Krone hergestellt?

Die Behandlung beginnt mit der Präparation des Zahns und endet mit der adhäsiven Befestigung. Wie viele Termine nötig sind, hängt davon ab, ob die Krone in der Praxis oder im Labor gefertigt wird.

  1. 1

    Untersuchung und Farbbestimmung

    Zustand und Farbe des Zahns, vorhandene Füllungen, Zahnfleisch und Biss werden untersucht, bei Bedarf werden Röntgenaufnahmen gemacht. Die Farbe der Nachbarzähne wird festgehalten.

  2. 2

    Präparation des Zahns

    Unter örtlicher Betäubung wird der Zahn auf die Stärke beschliffen, die die Glaskeramik braucht. Das ist mehr als bei einer Vollgusskrone und meist weniger als bei einer Metallkeramikkrone.

  3. 3

    Digitaler Scan oder Abformung

    Der präparierte Zahn wird mit einem Intraoralscanner erfasst oder abgeformt. Bis die Krone fertig ist, trägt der Zahn ein Provisorium.

  4. 4

    Herstellung der Krone

    Die Krone wird am Computer konstruiert und aus Lithiumdisilikat gefräst oder gepresst. Nach dem Brennen erreicht das Material seine endgültige Festigkeit, Farbe und Oberflächenglanz werden angepasst.

  5. 5

    Anprobe

    Passung, Ränder, Kontakte zu den Nachbarzähnen und Farbe werden geprüft. Mit Try-in-Pasten lässt sich die Farbwirkung vor dem Verkleben testen.

  6. 6

    Adhäsive Befestigung

    Die Innenseite der Krone wird kurz mit Flusssäure angeätzt, abgespült, getrocknet und mit einem Haftvermittler namens Silan benetzt. Der Zahn wird vor Speichel geschützt, dann wird die Krone mit Kunststoffzement verklebt und mit Licht ausgehärtet. Kunststoffzement ist die bevorzugte Methode; wo das Licht schwer hinkommt, werden dualhärtende Zemente verwendet, die sowohl mit Licht als auch von selbst aushärten.

Alternativen zur Lithiumdisilikat-Krone

Je nach Position, Farbe des Zahns und Kaukräften kommen auch diese Lösungen in Frage.

Monolithische Zirkonkrone

Deutlich fester; wird häufig für große Backenzähne, Brücken und bei Knirschen gewählt.

Verblendete Zirkonkrone

Ein Zirkongerüst mit Keramikverblendung. Sie deckt dunkle Zähne besser ab, die Verblendung kann jedoch abplatzen.

Krone aus Feldspatkeramik

Bietet eine sehr hohe Ästhetik, ist aber empfindlicher; kommt vor allem für Frontzähne in Frage.

Veneer oder Teilkrone

Versorgungen, die nur einen Teil des Zahns bedecken und weniger Substanz abtragen; bei ausreichend gesunder Zahnsubstanz eine Alternative zur Krone.

Material und Befestigung bei Lithiumdisilikat-Kronen

Die Festigkeit einer Lithiumdisilikat-Krone kommt nicht nur vom Material, sondern auch von der Art, wie sie am Zahn befestigt wird. Die Säure auf der Innenseite der Krone löst einen Teil der Glasphase und erzeugt mikroskopisch feine Rauigkeiten. Das Silan bildet eine chemische Brücke zwischen dieser Oberfläche und dem Kunststoffzement.

Dass der Zahn beim Verkleben frei von Speichel und Blut bleibt, ist eine Grundvoraussetzung. Dafür können Watterollen, Retraktionsfäden oder Kofferdam verwendet werden. Überschüssiger Zement an den Rändern wird vor dem Aushärten sorgfältig entfernt.

Nach dem Verkleben wird der Biss erneut kontrolliert. Eingeschliffene Stellen werden poliert, denn eine raue Keramikoberfläche kann den Gegenzahn abnutzen und das Risiko von Rissen erhöhen.

Digitale Konstruktion

Die Krone wird am Computer konstruiert, gefräst oder gepresst und durch Brennen auf ihre endgültige Festigkeit gebracht.

Ätzen mit Flusssäure

Die Innenseite der Krone wird kurz mit Säure vorbehandelt und so für das Verkleben vorbereitet.

Silan und Kunststoffzement

Silan verbindet die Keramik mit dem Kunststoffzement, der Kunststoffzement verbindet die Krone mit dem Zahn.

Trockenlegung

Ob der Zahn beim Verkleben frei von Speichel bleibt, beeinflusst die Qualität des Verbunds direkt.

Eingewöhnung und Pflege nach einer Lithiumdisilikat-Krone

Die Krone ist am Tag der Befestigung belastbar. Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb weniger Tage daran.

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    Die ersten Stunden

    Essen und heiße Getränke sollten Sie meiden, bis die Betäubung nachlässt.

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    Die ersten Tage

    Kurzzeitige Empfindlichkeit auf Heißes und Kaltes und eine leichte Empfindlichkeit am Zahnfleischrand sind möglich. Das lässt meist von selbst nach.

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    Die ersten Wochen

    Fühlt sich die Krone beim Zubeißen zu hoch an, kommen Sie zur Kontrolle. Ein Frühkontakt ist unangenehm und erhöht außerdem das Risiko, dass die Keramik reißt.

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    Langfristig

    Bei regelmäßigen Kontrollen werden Kronenrand, Zahnfleisch und Biss beurteilt. Fällt Knirschen auf, kann eine Aufbissschiene empfohlen werden.

Tägliche Reinigung

Putzen Sie die Krone zweimal täglich mit einer weichen Zahnbürste und reinigen Sie die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürste.

Harte Gegenstände

Beißen Sie nicht auf Eis, Nussschalen oder Stifte und öffnen Sie keine Verpackungen mit den Zähnen.

Aufbissschiene

Wenn Sie pressen oder knirschen, tragen Sie die empfohlene Aufbissschiene regelmäßig.

Riss oder Abplatzung an der Krone

Sehen Sie einen Riss oder ist ein Stück abgebrochen, kommen Sie zur Kontrolle. Kleine Abplatzungen lassen sich manchmal glatt polieren, manchmal muss die Krone erneuert werden.

Schmerzen beim Zubeißen

Schmerzt das Zubeißen auch einige Tage nach dem Verkleben noch, müssen Biss oder Zahn beurteilt werden.

Die Krone fühlt sich locker an

Wenn die Krone wackelt oder herausfällt, bewahren Sie sie auf und melden Sie sich in der Praxis. Kleben Sie sie nicht selbst wieder ein.

Was die Kosten einer Lithiumdisilikat-Krone beeinflusst

Die Kosten hängen von der Zahl der Kronen, der Herstellungsart und nötigen Vorbehandlungen ab. Genaue Angaben erhalten Sie nach der Untersuchung mit Ihrem Behandlungsplan.

Anzahl der Kronen

Eine einzelne Krone und ein Plan für mehrere Zähne erfordern unterschiedlich viel Konstruktions- und Laborarbeit.

Herstellungsart

In der Praxis gefräste Kronen und im Labor gepresste und geschichtete Kronen durchlaufen unterschiedliche Abläufe.

Vorbehandlungen

Kariesbehandlung, Füllung, Wurzelbehandlung oder Zahnfleischbehandlung werden bei Bedarf in den Plan aufgenommen.

Ästhetische Details

An Frontzähnen können zusätzliche Anproben nötig sein, um Farbe und Oberflächenstruktur an die Nachbarzähne anzupassen.

Terminplanung

Bei Patientinnen und Patienten aus dem Ausland werden Laborzeit und Anproben zusammen mit der Aufenthaltsdauer in Antalya geplant.

Vorher / Nachher

E.max-Krone (Krone aus Lithiumdisilikat-Glaskeramik)

Häufige Fragen zur Lithiumdisilikat-Krone (E.max)

Ist eine E.max-Krone dasselbe wie eine Lithiumdisilikat-Krone?

E.max ist ein verbreiteter Handelsname für Lithiumdisilikat-Glaskeramik. Im Alltag meinen beide Begriffe dieselbe Kronenart.

Kann eine Lithiumdisilikat-Krone an Seitenzähnen eingesetzt werden?

An kleinen Backenzähnen und an großen Backenzähnen mit geeigneten Kaukräften ja. Bei Knirschen oder wenn eine Brücke mehrere fehlende Zähne ersetzen soll, wird meist ein festeres Material wie Zirkon empfohlen.

Wie wird eine Lithiumdisilikat-Krone am Zahn befestigt?

Die Innenseite wird kurz mit Flusssäure angeätzt, silanisiert und mit Kunststoffzement am Zahn verklebt. Dabei muss der Zahn vor Speichel geschützt sein. Durch dieses Verkleben wird die Krone Teil des Zahns und gewinnt an Festigkeit.

Worin unterscheidet sie sich von Zirkon?

Lithiumdisilikat lässt Licht natürlicher durch, deshalb ist an Frontzähnen ein natürliches Ergebnis leichter zu erreichen. Zirkon ist viel fester und deckt dunkle Zähne besser ab. Viele Behandlungspläne kombinieren Lithiumdisilikat vorne und Zirkon hinten.

Verändert sich die Farbe der Krone mit der Zeit?

Die Keramikoberfläche verfärbt sich nicht und nimmt kaum Beläge an. Der Zement am Kronenrand oder die natürlichen Nachbarzähne können sich aber mit der Zeit verfärben.

Was passiert, wenn die Krone bricht?

Kleine Abplatzungen am Rand lassen sich manchmal glatt polieren. Bei größeren Rissen oder Brüchen muss die Krone erneuert werden.

Wie viele Tage muss ich in Antalya bleiben?

Das hängt von der Zahl der Kronen und der Herstellungsart ab. Einzelkronen lassen sich zügig fertigen, bei Plänen für mehrere Zähne kann für die Anproben ein längerer Aufenthalt nötig sein. Die Dauer wird nach der Untersuchung festgelegt.

Medizinische Quellen

Medizinisch geprüft von

Letzte medizinische Prüfung: 12. Oktober 2026

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