Was bedeutet das?
Zahnschmelz enthält keine Nerven. Damit Empfindlichkeit spürbar wird, muss Kälte das darunterliegende Dentin erreichen. Dentin besteht aus mikroskopisch kleinen, mit Flüssigkeit gefüllten Kanälchen; verändert sich die Temperatur, bewegt sich diese Flüssigkeit, und die Bewegung wird an der Nervenendigung in einen Reiz umgewandelt.
Die Dauer macht den Unterschied. Ein stechender Schmerz, der nach Entfernen des Reizes innerhalb von Sekunden abklingt, ist eine Dentinhypersensibilität. Ein Schmerz, der minutenlang anhält, durch Wärme stärker wird und durch Kälte kurz nachlässt, weist dagegen auf eine entzündete Pulpa hin und erfordert eine andere Behandlung.
Dieselbe Empfindlichkeit kann auf drei Wegen entstehen: durch freiliegendes Dentin, durch von Karies durchbrochenen Zahnschmelz oder durch Zahnfleischrückgang.
Mögliche Ursachen
Was hilft zu Hause?
- Verwenden Sie eine Zahnpasta gegen empfindliche Zähne mit Kaliumnitrat regelmäßig; die Wirkung stellt sich nach einigen Wochen ein
- Warten Sie nach säurehaltigen Lebensmitteln oder Getränken 30 Minuten mit dem Zähneputzen; aufgeweichter Zahnschmelz nutzt sich leichter ab
- Zahnbürste mit weichen Borsten und leichter Druck; kräftiges Putzen verringert die Empfindlichkeit nicht, sondern verstärkt sie
- Schmerz, der nach Entfernen des Reizes minutenlang anhält
- Schmerz, der von selbst beginnt und nachts stärker wird
- Schmerz, der bei Wärme deutlich stärker wird und durch Kälte kurz nachlässt
- Empfindlichkeit, die sich auf einen einzelnen Zahn konzentriert und stetig zunimmt
Häufige Fragen
- Wie lange dauert es, bis Zahnpasta gegen empfindliche Zähne wirkt?
- Bei regelmäßiger Anwendung in der Regel zwei bis vier Wochen. Wird sie abgesetzt, lässt die Wirkung nach; deshalb ist Kontinuität wichtig.
- Bedeutet Empfindlichkeit immer Karies?
- Nein. Die häufigste Ursache ist eine durch Zahnfleischrückgang freiliegende Wurzeloberfläche. Eine auf einen einzelnen Zahn konzentrierte Empfindlichkeit sollte jedoch auf Karies oder einen Riss untersucht werden.
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Symptome überschneiden sich zwischen Erkrankungen; eine Diagnose kann nur klinisch gestellt werden.
