Papatya Dental7/24
Implantate & Chirurgie

Implantate und die MRT-Untersuchung

Titanimplantate sind nicht magnetisch, deshalb spricht bei einer MRT selten etwas gegen sie. Die eigentliche Frage ist die Bildstörung und das, was das Team in der Radiologie vorher wissen sollte.

RedaktionPapatya Dental27. August 20263 Min. Lesezeit

Ist eine MRT mit Zahnimplantaten möglich

Implantate aus Titan oder einer Titanlegierung werden von Magneten nicht angezogen. Im starken Magnetfeld eines MRT-Geräts ist keine Bewegung zu erwarten, und ein eingeheiltes Implantat sitzt ohnehin fest im Knochen. Deshalb spricht ein Zahnimplantat nur selten gegen eine Aufnahme. Das letzte Wort hat trotzdem das Team in der Radiologie, das Gerät und Einstellungen kennt.

Das Thema ist die Bildstörung, nicht die Gefahr

Metall stört das Signal, das ein MRT-Gerät aus dem Gewebe ringsum ausliest. Im Bild entsteht ein dunkler Bereich mit einem verzerrten Rand, in der Radiologie Artefakt genannt. Das ist kein Zeichen für einen Schaden, sondern eine Stelle, die das Gerät nicht auslesen konnte. Heikel wird es, wenn genau unter diesem dunklen Fleck etwas Wichtiges liegt: Kiefer, Mundboden, Zungengrund und Speicheldrüsen liegen dicht an den Implantaten.

Wie groß die Störung ausfällt, hängt von Art und Menge des Metalls im Mund ab. Eine einzelne Implantatschraube hinterlässt eine kleine Spur, Metallkeramikkronen, ältere Brücken und feste Zahnspangen löschen dagegen einen weiten Bereich. Geräte mit stärkerem Feld, etwa 3 Tesla, hinterlassen eine größere Spur als Geräte mit 1,5 Tesla. Aufnahmen vom Gehirn stört Metall im Mund meist wenig, Aufnahmen von Hals und Kiefer dagegen deutlich.

Was die Radiologie vorher wissen sollte

  • Sagen Sie, dass Sie Zahnimplantate haben und wann sie ungefähr gesetzt wurden.
  • Erwähnen Sie, ob der Zahn darauf fest sitzt oder zu herausnehmbarem Zahnersatz gehört.
  • Nennen Sie feste Zahnspangen, Retainerdrähte und Brücken mit Metallgerüst.
  • Melden Sie andere Implantate wie Herzschrittmacher, Cochlea-Implantat oder Gefäßclip.
  • Bringen Sie Implantatpass oder Operationsbericht mit, falls Sie beides aufbewahrt haben.
  • Fragen Sie nach, welche Region aufgenommen wird: bei Kiefer und Hals fällt Metall stärker ins Gewicht.

Herausnehmbarer Zahnersatz und Magnethalterungen

Herausnehmbarer Zahnersatz wird vor der Aufnahme aus dem Mund genommen. Ein Teil davon hält über kleine Magnete an den Implantaten darunter. Das Magnetfeld kann diese Magnete dauerhaft schwächen, und es kann die Prothese erwärmen oder verschieben. Das kleine Metallteil, das im Mund bleibt, stört dabei nicht; heraus muss der Zahnersatz mit dem Magneten. Wenn Sie nicht wissen, ob Ihrer Magnete hat, fragen Sie vorher Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt.

Am meisten hilft der Radiologie die Auskunft, was in Ihrem Mund fest sitzt und was herausnehmbar ist.

Wie sich die Untersuchung anfühlt

Schmerzen durch ein Implantat sind nicht zu erwarten. Manche Menschen spüren im Mund eine leichte Wärme oder ein Kribbeln; das hängt mit den Radiowellen des Geräts zusammen und lässt meist schnell nach. Bei deutlichem Brennen, Schmerz oder Ziehen sagen Sie sofort Bescheid, ohne das Ende der Aufnahme abzuwarten. Genau dafür liegt der Signalball in Ihrer Hand.

Wenn die Bilder nicht ausreichen

Eine durch Artefakte gestörte Aufnahme ist nicht verloren. In der Radiologie gibt es Sequenzen, die die Metallspur kleiner halten, außerdem lässt sich der Kopf anders lagern oder ein Gerät mit schwächerem Feld nutzen. Für manche Fragen bringt eine CT oder ein Ultraschall mehr als eine zweite MRT. Welcher Weg sinnvoll ist, entscheidet die Radiologin oder der Radiologe anhand der Fragestellung.

Häufige Fragen

Muss ich eine MRT wegen meiner Implantate verschieben?

In der Regel nicht. Titan reagiert nicht auf das Magnetfeld, und Zahnimplantate schließen eine Aufnahme selten aus. Entschieden wird das vor Ort in der Radiologie; meist genügt es, die Implantate vorher anzugeben.

Kann sich ein Implantat während der MRT bewegen?

Bei einem eingeheilten Implantat ist keine Bewegung zu erwarten, weil Titan von Magneten nicht angezogen wird. Bewegen kann sich herausnehmbarer Zahnersatz mit Magnethalterung, und der kommt vor dem Start aus dem Mund.

Was passiert, wenn das Implantat etwas im Bild verdeckt?

In der Radiologie lassen sich Einstellungen wählen, die die Metallspur verkleinern, der Kopf anders lagern oder ein anderes Verfahren nutzen. Je nach Fragestellung zeigt eine CT oder ein Ultraschall die Stelle deutlicher.

Sind Implantate aus Zirkonoxid anders?

Zirkonoxid ist eine Keramik und hinterlässt nicht die breite Spur von Metall, das Bild bleibt ringsum klarer. Sicherheitstechnisch entsteht kein eigenes Problem, trotzdem lohnt der Hinweis, welches Material verwendet wurde.

Stören feste Zahnspangen genauso?

Feste Zahnspangen und Retainerdrähte verzerren einen viel größeren Bereich als ein einzelnes Implantat und kommen bei Aufnahmen von Kopf und Hals häufiger zur Sprache. Ob ein Draht entfernt wird, klären Zahnarztpraxis und Radiologie gemeinsam, je nach Region.

Was tun, wenn sich der Mund während der Aufnahme warm anfühlt?

Leichte Wärme kommt vor und dauert meist kurz. Bei deutlichem Brennen oder Schmerz drücken Sie den Signalball in Ihrer Hand und sagen ohne Verzögerung Bescheid. Die Aufnahme lässt sich unterbrechen und die Lage prüfen.

Bu içerik genel bilgilendirme amaçlıdır ve muayene yerine geçmez.

Redaktion

Papatya Dental

Dieser Beitrag beruht auf der klinischen Erfahrung des Papatya Dental Teams und wird vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit geprüft.

Zuletzt aktualisiert:
2026-08-27
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